Projektförderungen
Das NaWi-Netzwerk Wien fördert Kleinprojekte für innovative Ideen im naturwissenschaftlichen Unterricht. Dabei können Materialkosten bis zu 400 € rasch und unbürokratisch erstattet werden.
Wie gehen Sie vor?
Sie beantragen die Förderung mit Hilfe des Online-Formulars zur Finanzierung von Kleinprojekten. Sie bekommen so rasch wie möglich Bescheid, ob und in welcher Höhe Ihr Vorhaben gefördert wird. Nach Abschluss des Projekts reichen Sie innerhalb von zwei Wochen die Rechnungen ein und verfassen einen kurzen Bericht + Foto, den wir auf unserer Website veröffentlichen dürfen. Wir freuen uns über Ihre Unterrichtsinnovationen.
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Zusätzlich bieten sich noch folgende Projektförderungen für Schulprojekte an:
Bildungsförderungsfonds für ÖKOLOG/Umweltzeichen-Schulen
Seed-Förderung der Stiftung "Bildung Tomorrow"
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Bisherige vom IMST-Nawi-Netzwerk-Wien geförderten Kleinprojekte
Projekt „Crawling Crab“ der PMS Lauder Chabad Wien
Im Rahmen der Projekttage beschäftigten sich die Schüler:innen mit den Grundlagen der Robotik und des blockbasierten Programmierens anhand eines selbst gebauten Roboters in Form einer Kartonkrabbe („Crawling Crab“). Ziel war es, die Verbindung zwischen handwerklichem Arbeiten und digitaler Programmierung erlebbar zu machen und dabei erste praktische Erfahrungen mit dem Micro:bit zu sammeln.
Jeder Projekttag war in zwei Arbeitsphasen gegliedert:
1. Praxisteil – Bau der Roboter
Im Werksaal wurden die Kartonkrabben nach einer Schritt-für-Schritt-Anleitung aufgebaut. Dabei mussten die Vorlagen ausgeschnitten, gefaltet und zusammengebaut werden. Anschließend wurden die technischen Komponenten wie Servo, LEDs sowie der Micro:bit mit Ring:Bit-Halterung montiert und verkabelt. Zum Abschluss konnten die fertigen Krabben individuell gestaltet und verziert werden.
2. Theorieteil – Programmierung
Im zweiten Teil arbeiteten die Schüler:innen im Klassenraum an der Programmierung ihrer Roboter. Mithilfe der webbasierten Entwicklungsumgebung MakeCode programmierten sie den Micro:bit über eine blockbasierte Programmiersprache. Dabei lernten sie unter anderem den Umgang mit Variablen, Bedingungen, Schleifen sowie der Ansteuerung von Servomotoren und LEDs kennen. Nach erfolgreicher Übertragung des Programms auf den Micro:bit konnten die selbst gebauten Krabben eigenständig laufen. Schnellere Gruppen hatten zusätzlich die Möglichkeit, ihre Programme durch Blinklichter, Geräusche oder alternative Start- und Stoppfunktionen zu erweitern.
Erfahrungen und Herausforderungen
Insgesamt verliefen die Projekttage erfolgreich und die Schüler:innen konnten sowohl handwerkliche als auch digitale Kompetenzen erwerben. Dennoch traten während der Durchführung einige Herausforderungen auf.
Der ursprünglich geplante Wettlauf der fertigen Krabben musste kurzfristig angepasst werden. Da viele Modelle aufgrund kleiner Ungenauigkeiten beim Zusammenbau nicht geradeaus liefen, sondern sich im Kreis drehten oder auf der Stelle bewegten, wurde anstelle eines Wettbewerbs eine gemeinsame Vorführung der verschiedenen Krabben durchgeführt. Dies wurde von den Schüler:innen dennoch positiv aufgenommen und beeinträchtigte den Projekterfolg kaum.
Eine weitere Herausforderung war die begrenzte Anzahl an verfügbaren Micro:bits. Da lediglich zwölf Geräte zur Verfügung standen, arbeiteten die Schüler:innen überwiegend in Zweiergruppen. Die Zusammenarbeit funktionierte größtenteils sehr gut und förderte den gegenseitigen Austausch. Vereinzelt kam es jedoch zu Wartezeiten, wodurch einzelne Schüler:innen zeitweise weniger aktiv eingebunden waren.
Außerdem erwies sich der mechanische Zusammenbau der Kartonkrabben als anspruchsvoller als erwartet. Insbesondere das exakte Falten, Befestigen der beweglichen Teile und die Montage des Servos erforderten viel Fingerspitzengefühl. Einige Schüler:innen ließen sich dadurch zeitweise entmutigen und benötigten intensive Unterstützung. In wenigen Fällen führten die Schwierigkeiten sogar dazu, dass einzelne Schüler:innen den Bau ihrer Krabbe aufgeben wollten.
Fazit
Das Projekt stellte eine gelungene Verbindung von Werken, Informatik und Technik dar. Die Schüler:innen konnten erleben, wie aus einem selbst gebauten Modell durch eigene Programmierung ein funktionierender Roboter entsteht. Besonders motivierend war für viele, die Auswirkungen ihrer Programme unmittelbar am fertigen Modell beobachten zu können.
Für zukünftige Durchführungen wäre eine größere Anzahl an Micro:bits wünschenswert, damit mehr Schüler:innen eigenständig arbeiten können. Ebenso könnten einzelne besonders anspruchsvolle Montageschritte bereits vorbereitet oder durch zusätzliche Hilfsmittel erleichtert werden. Insgesamt war das Projekt jedoch ein erfolgreicher Beitrag zur Förderung von technischem Verständnis, Problemlösekompetenz, Kreativität und Teamarbeit.
Projektbericht – Pflanzenfärben mit historischen und nachhaltigen Färbemethoden Modeschule Herbststraße
Im Rahmen des Projekts setzten sich die Schülerinnen mit nachhaltigen Färbemethoden und historischen Textiltechniken auseinander. Ausgangspunkt war die Beschäftigung mit Pflanzenfarbstoffen und deren Anwendung auf Leinen- und Baumwollstoffen. Dabei wurden Bezüge zu historischen Färbetechniken und Farbwelten hergestellt.
Die Schülerinnen lernten die einzelnen Arbeitsschritte der Naturfärberei kennen und führten diese selbstständig durch. Dazu gehörten das Waschen und Vorbereiten der Textilien, das Beizen der Stoffe mit Alaun und Soda sowie die Herstellung von Farbauszügen aus verschiedenen Pflanzenmaterialien. Verwendet wurden unter anderem Kurkuma, Blauholz, Krapp und Walnussschalen. Darüber hinaus sammelten die Schülerinnen Wiesenblumen und weitere Pflanzen aus ihrer Umgebung, die insbesondere für die Bundle-Dye-Technik eingesetzt wurden. Die Pflanzenstoffe wurden ausgekocht, um Farbbäder herzustellen, in denen die Textilien anschließend gefärbt wurden. Durch die praktische Arbeit erhielten die Schülerinnen Einblicke in die chemischen und physikalischen Prozesse, die für die Haltbarkeit und Intensität natürlicher Farben verantwortlich sind.
Im praktischen Teil erprobten die Schülerinnen unterschiedliche Färbe- und Gestaltungstechniken. Sie experimentierten mit Farbverläufen, dem Einweichen und Vorbereiten der Stoffe für die Färbung, dem Abbinden der Textilien in Shibori-Technik sowie mit Bundle Dyeing, bei dem Blüten und Pflanzenteile direkt auf die Stoffe aufgebracht und eingewickelt wurden. Darüber hinaus stellten sie eigene Farbauszüge her und dokumentierten die unterschiedlichen Ergebnisse der verwendeten Pflanzenfarbstoffe. Durch das Experimentieren mit verschiedenen Materialien und Verfahren entwickelten sie ein Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen nachhaltiger Naturfärbung.
Die gefärbten Leinen- und Baumwollstoffe wurden anschließend für die Gestaltung und Anfertigung von Kleidungsstücken weiterverwendet. Dabei standen kreative Gestaltung, handwerkliche Umsetzung und die Auseinandersetzung mit nachhaltiger Mode im Mittelpunkt. Begleitend wurden Fragen zu Ressourcenverbrauch, umweltfreundlicher Textilproduktion und Alternativen zu industriellen Färbeverfahren diskutiert.
Ein besonderer Höhepunkt des Projekts war die Präsentation der entstandenen Arbeiten im Rahmen der Feierlichkeiten „150 Jahre Naturhistorisches Museum Wien“. Die Schülerinnen präsentierten ihre selbst gestalteten Kleidungsstücke bei einer Modenschau und konnten ihre Ergebnisse einem breiten Publikum vorstellen.
Das Projekt verband naturwissenschaftliches Experimentieren, historisches Lernen, handwerkliche Praxis und kreatives Gestalten. Gleichzeitig förderte es das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, einen verantwortungsvollen Umgang mit Materialien und Ressourcen sowie die Wertschätzung traditioneller Handwerkstechniken.
Kleidung und Schmuck der Jahrtausende - Modeschule Herbststraße
Im Rahmen dieses Schulprojekts setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit archäologischen Fundstücken der Hallstattzeit auseinander. Ausgehend von den charakteristischen Formen hallstattzeitlicher Objekte erforschten sie die möglichen Herstellungsprozesse und Materialien dieser frühen Hochkultur und nutzten die gewonnenen Erkenntnisse als kreative Ausgangsbasis für die Entwicklung eigener zeitgenössischer Arbeiten. Ziel war es, Brücken zwischen der bronzezeitlichen Handwerkskultur und der heutigen Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler zu schlagen – und so Vergangenheit und Gegenwart in einen lebendigen Dialog zu bringen.
Handwerkliche Techniken und Experimente
Einen zentralen Bestandteil des Projekts bildete die praktische Auseinandersetzung mit traditionellen Metallverarbeitungstechniken. Die Lernenden stellten Bronzelegierungen her und lernten dabei die grundlegenden chemischen und physikalischen Eigenschaften der verwendeten Metalle kennen. Darüber hinaus wurde der experimentelle Sandguss mit Zinn und Bronze erprobt, wodurch die Schülerinnen und Schüler einen unmittelbaren Einblick in Gussverfahren erhielten.
Die Herstellung von Verbindungselementen stellte eine besondere handwerkliche Herausforderung dar: Mithilfe von Hartlot wurden Metallteile durch Löten dauerhaft gefügt, wobei ein lösungsorientiertes und kreatives Vorgehen gefragt war. Kupferteile wurden durch Treiben in Form gebracht, sodass die Schülerinnen und Schüler das veränderte Materialverhalten des kaltverformten Metalls unmittelbar beobachten und begreifen konnten. Ergänzend wurde die Ziseliertechnik eingeübt, mit der eine reliefartige Oberflächenbearbeitung des Metalls möglich ist. Hierbei rückte insbesondere die Dehnbarkeit des Werkstoffs in den Mittelpunkt: Die Lernenden beschäftigten sich mit der Frage, bis zu welchem Grad Metall verformt werden kann, bevor eine Rekristallisation durch erneutes Ausglühen notwendig wird – ein Aspekt, der naturwissenschaftliches Verständnis mit praktischer Handwerkskenntnis verknüpft.
Höhepunkt: Präsentation am Naturhistorischen Museum Wien
Ein besonderer Höhepunkt des gesamten Projekts war die öffentliche Präsentation der entstandenen Arbeiten im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten "150 Jahre Naturhistorisches Museum Wien". Im Zuge einer Modenschau präsentierten die Schülerinnen ihre selbst gestalteten Schmuckstücke einem breiten und fachkundigen Publikum. Diese Gelegenheit bot nicht nur eine eindrucksvolle Bühne für die kreativen Ergebnisse des Projekts, sondern ermöglichte es den Lernenden auch, ihre Arbeit souverän zu vertreten.
Fazit
Das Projekt "Kleidung und Schmuck der Jahrtausende" verband auf gelungene Weise naturwissenschaftliches Experimentieren, historisches Lernen, handwerkliche Praxis und kreatives Gestalten zu einem ganzheitlichen Bildungserlebnis. Die Schülerinnen und Schüler konnten tief in komplexe Arbeitsprozesse eintauchen, traditionelle Handwerkstechniken kennen- und schätzen lernen sowie ein Bewusstsein für die kulturelle Bedeutung materieller Überlieferungen entwickeln.
Drohnen-Projekt des Gymnasiums am Augarten
Die Schülerinnen und Schüler des Science-Moduls „Planen, Bauen und Robotik“ am Gymnasium am Augarten beschäftigten sich im Rahmen eines Projekts mit dem Thema „Drohnen“. Dabei wurden zunächst in Einzelarbeit unterschiedliche Modelle und Einsatzmöglichkeiten recherchiert und der Gruppe präsentiert. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Aufbau von Drohnen und den Anforderungen an die einzelnen Bauteile.
Nach der Behandlung der theoretischen Grundlagen bekamen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Gruppenarbeit Drohnenbausätze zur Verfügung gestellt, die sie selbst zusammenbauen konnten. In dieser Phase des Projekts wurde eine Liste der einzelnen Bauteile erstellt, in der auch Möglichkeiten angeführt werden sollten, wie einzelne Bauteile gegebenenfalls im Schadensfall ersetzt werden könnten, um die Bausätze möglichst auch zukünftigen Jahrgängen im Rahmen des Unterrichts zur Verfügung zu stellen. Als Ergebnis dieser Überlegungen wurden einige hölzerne Bauteile mit dem schuleigenen Lasercutter nachgebildet, ein anderes Modell wurde mit Hilfe einer Vorlage aus dem Internet mit dem 3D-Drucker gedruckt.
Schließlich ging es an das Programmieren der Drohne, die über zwei miteinander verbundene micro:bits gesteuert wird. Hierfür wurde die Programmierumgebung Makecode genutzt, die den Schülerinnen und Schülern bereits aus dem Unterricht bekannt war.
Die ersten Testflüge fanden dank schönem Wetter im Augarten statt und bildeten einen schönen Abschluss für dieses interessante Projekt.
Wolle aus Kunststoff - Praxismittelschule PH Wien
Im Rahmen unseres Projekts haben wir uns mit dem Recycling von PET-Flaschen beschäftigt. Ziel war es, aus zerkleinertem Kunststoff eine Art Kunststoffwolle herzustellen und daraus einen Faden zum Stricken zu gewinnen.
Während des Projekts wurden verschiedene Methoden ausprobiert und zahlreiche Versuche durchgeführt. Auch wenn das gewünschte Endergebnis technisch nicht erreicht werden konnte, sammelten wir wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Kunststoffen und lernten die Herausforderungen des Recyclingprozesses kennen. Besonders spannend war es, verschiedene Lösungsansätze zu testen und gemeinsam nach Verbesserungen zu suchen.
Das Projekt war lehrreich, förderte den Teamgeist und zeigte, dass Experimente – auch wenn sie nicht sofort zum Erfolg führen – wichtige Erkenntnisse liefern. Außerdem hatten alle Beteiligten viel Spaß bei der praktischen Arbeit und konnten nebenbei sogar Zuckerwatte genießen.
Begrünung des Schulhofs und Untersuchung der Auswirkungen auf das Mikroklima
Im Rahmen des vom NAWI Netzwerk geförderten Projekts wurde die Begrünung des Schulhofs am GRG 19 weiter vorangetrieben. Ziel des Projekts war es, die Bedeutung von Begrünungsmaßnahmen und Beschattung im urbanen Raum erlebbar zu machen und deren Einfluss auf das Mikroklima zu erheben.
Zu Beginn des Projekts wurden die Hochbeete gejätet und mit zusätzlicher Erde und Kletterpflanzen ergänzt. Die dazugehörigen Sitzflächen rund um die Beete sollen so in Zukunft besser beschattet werden. Es wurden Rankschnüre am bestehenden Glasdach im Schulhof angebracht und auch dort verschiedene Kletterpflanzen gepflanzt.
Begleitend zur Begrünung führten die Schüler:innen Temperaturmessungen in begrünten und unbegrünten Bereichen des Schulhofs durch. Die Ergebnisse zeigen deutliche Temperaturunterschiede zwischen sonnigen und schattigen Bereichen. Besonders ausgeprägt sind diese an der Hauswand und am Bodenbelag des Innenhofs, wo die Temperaturen in der Sonne im Mittel um etwa 27 °C höher lagen als im Schatten. Deutlich geringer waren die Unterschiede auf sonnigen bzw. schattigen begrünten Flächen: Sowohl im Beet als auch auf der Wiese betrug die Differenz nur etwa 13 – 14 °C. Diese Daten verdeutlichen, dass Vegetationsflächen die Erwärmung durch Sonneneinstrahlung deutlich reduzieren und zu einem ausgeglicheneren Mikroklima beitragen. Begrünte Bereiche können somit das thermische Wohlbefinden auf dem Schulhof immens verbessern.
Zusätzlich wurde eine stichprobenartige Befragung von Schüler:innen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten eindeutig, dass begrünte Bereiche als angenehmer empfunden werden und sich die Befragten noch mehr Begrünung im Schulhof wünschen. Die Rückmeldungen bestätigen die positive Wirkung von Pflanzen auf die Aufenthaltsqualität und das subjektive Wohlbefinden.
Das Projekt wurde auf der Homepage (https://billroth73.at/index.php/news/#top) und im Jahresbericht der Schule vorgestellt. Darüber hinaus werden derzeit Plakate mit Fotos, Messdaten und den wichtigsten Ergebnissen vorbereitet, die beim Schulfest präsentiert werden.
Das Projekt wurde durch die aktive Mitarbeit der Schüler:innen entwickelt und umgesetzt. Sie waren an allen Arbeitsschritten beteiligt und übernahmen im weiteren Verlauf auch teilweise die Pflege der Pflanzen, insbesondere das Gießen, Aufbinden und die Kontrolle des Pflanzenwachstums.
Die Schüler:innen erhielten Einblicke in ökologische Zusammenhänge, lernten einfache Methoden der Datenerhebung und -auswertung kennen und übernahmen Verantwortung für die Gestaltung und Pflege ihres Schulumfelds. Gleichzeitig wurde ein sichtbarer Beitrag zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Schulhof geleistet. Somit wurden die gesetzten Ziele erfolgreich erreicht.
Herzlichen Dank für die Förderung dieses Projekts!
Verstecktes Salz
Bei dem diesjährigen Projekt des Chemiefreifaches haben sich die Schüler:innen der Franklinstraße 21 die Frage gestellt wieviel Salz eigentlich in unseren Lebensmitteln steckt und wie man das überprüfen kann. Nachdem die Gefahren von zu hohem Salzkonsum besprochen worden sind, machte man sich ans Werk. Zuerst wurden zahlreiche Analyse- und Extraktionsmethoden ausprobiert. Auf Grund von Emulgatoren ist die Aufreinigung von Salz aus Fertiggerichten gescheitert. Dieser Rückschlag hat Alle nur ehrgeiziger werden lassen. Zum letzten großen „Endgegner“, den es zu analysieren galt, wurde bald die Semmel erkoren. Auch hier endeten einige Extraktionsversuche in einer Sackgasse, aber schließlich gelang es den Salzgehalt, durch Titration, von einer Mischung aus getrockneter gemahlener Semmel mit Wasser, auf eine Kommastelle genau zu bestimmen.
Danke an das NAWI-Netzwerk Wien, da es uns die Durchführung dieser forschenden Reise möglich gemacht hat.
Ein Platz zum Lernen und Entspannen – Terrassenneugestaltung am BORG3
Im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts im Biologie- und Kunstunterricht wird unsere Schulterrasse Schritt für Schritt in einen grünen und vielseitig nutzbaren Lern- und Aufenthaltsraum verwandelt. Ziel des Projekts ist es, eine angenehme Umgebung zu schaffen, die sowohl Raum für Erholung als auch für Lernen bietet.
Gemeinsam entwickeln Schüler:innen und Lehrpersonen Ideen zur Gestaltung, wählen geeignete Pflanzen aus und setzen die Planungen um. Dabei entstehen laufend neue Konzepte und Elemente, die nach und nach zur Neuerung der Terrasse beitragen.
Bereits gebaut wurden Gefäße zur Begrünung der Terrasse, gemütliche Sitz- und Liegemöglichkeiten sowie unterschiedliche Bereiche, die flexibel als Lern-, Arbeits- und Aufenthaltsräume genutzt werden können. Besonders in den warmen Monaten bietet die Terrasse außerdem die Möglichkeit, Unterricht ins Freie zu verlegen und den Schulalltag abwechslungsreicher zu gestalten. Sogar die ersten Erdbeeren konnten schon verspeist werden.
Projekt "Crawling Crabs"
In vier Schulklassen der Mittelschule Lauder-Chabad-Campus fanden Robotik- und Coding-Workshops statt. An vier Vormittagen bauten die SchülerInnen jeweils zu zweit ihre eigene „Crawling Crab“ aus Karton, ausgestattet mit einem Micro:bit, LEDs und einem Servo-Motor. Anschließend wurde die Krabbe mit der Software MakeCode programmiert, sodass sie leuchten, ein Gesicht anzeigen und sich selbstständig bewegen konnte.
Zum Abschluss jedes Workshops fand ein kreatives Krabben-Rennen statt, bei dem nicht die Geschwindigkeit, sondern vor allem Design, Funktionalität und Teamarbeit im Mittelpunkt standen.
Die SchülerInnen lernten dabei spielerisch die Grundlagen der Programmierung, einfache elektrische Schaltungen, Debugging sowie kreatives Problemlösen und Teamarbeit kennen. Gerne kann das Projekt auch an anderen Schulen stattfinden - hier finden Sie die Bastelanleitung zu den Crawling Crabs.
CanSat-Projekt Rosasgasse
Im Rahmen des FIT-Unterrichts der Oberstufe nahmen Schüler:innen des BRG 12 Rosasgasse am CanSat-Wettbewerb teil, bei dem ein eigener Minisatellit entwickelt, gebaut und getestet wurde. Ziel des Projekts war es, grundlegende ingenieurwissenschaftliche und physikalische Konzepte praktisch anzuwenden und dabei Teamarbeit sowie Problemlösungskompetenzen zu fördern.
Zu Beginn setzten sich die Schüler:innen mit den Anforderungen eines CanSats auseinander. Dieser muss die Größe einer Getränkedose haben und bestimmte Messaufgaben erfüllen. In diesem Projekt wurde ein Satellit konstruiert, der während des Flugs Temperatur und Luftdruck misst, um daraus auch die Höhe zu bestimmen. In Kleingruppen wurden verschiedene Komponenten wie Sensoren, Mikrocontroller und Energieversorgung ausgewählt und miteinander verbunden. Dabei mussten technische Herausforderungen bewältigt werden, etwa die zuverlässige Datenspeicherung oder die stabile Bauweise des Gehäuses.
Ein besonderer Höhepunkt war der Start des CanSats beim Finale in Linz von 8.-10- April 2026, bei welchem 6 Schüler der Gruppe für die Rosasgasse vertreten waren. Mithilfe einer Rakete des TU Wien Space Teams wurde der Satellit auf etwa 500m Höhe gebracht und anschließend mit einem Fallschirm sicher zurück zur Erde geführt. Während des Flugs wurden Messdaten aufgezeichnet bzw. per Funk an die Bodenstation übertragen. Während des Flugs zeigte sich jedoch, dass die Funkverbindung nicht durchgehend stabil war. Dadurch konnten nicht alle Daten in Echtzeit empfangen werden. Diese unerwartete Schwierigkeit stellte die Schüler:innen vor eine zusätzliche Herausforderung. Im Anschluss wurde jedoch eine genaue Fehleranalyse durchgeführt, bei der mögliche Ursachen wie Störungen, Reichweitenprobleme oder technische Einschränkungen untersucht wurden. Dieser Prozess war besonders lehrreich, da die Schüler:innen wichtige Einblicke in reale Probleme bei technischen Projekten gewinnen konnten. Nach der Bergung des Satelliten begann die Auswertung der Daten. Die Schüler:innen analysierten die Temperatur- und Luftdruckverläufe und stellten Zusammenhänge zur Höhe her.
Das Projekt bot eine abwechslungsreiche Möglichkeit, theoretisches Wissen praktisch umzusetzen, und stärkte sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen der Schüler:innen.
Elektromagnetische Strahlung begreifen und erleben
Im Rahmen eines mehrtägigen Physikprojekts setzten sich Schüler*innen der AHS Wien West unter der Leitung von Hendrik Annel intensiv und experimentell mit dem Thema elektromagnetische Strahlung auseinander. Aufbauend auf bereits vorhandenem Wissen aus dem Optikunterricht lernten sie unterschiedliche Strahlungsarten kennen und erforschten deren Eigenschaften sowie ihre Wechselwirkungen mit Materie.
Durch anschauliche Experimente mit sichtbarem Licht, Infrarot- und UV-Strahlung konnten die Schüler*innen selbstständig zentrale Konzepte wie Ausbreitung, Transmission, Absorption und Reflexion erarbeiten. Besonders der Einsatz von IR-Lampen, UV-Lampen und UV-Perlen ermöglichte einen unmittelbaren, altersgerechten Zugang zu nicht sichtbaren Strahlungsformen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem elektromagnetischen Spektrum sowie der kritischen Auseinandersetzung mit der Frage, wann und unter welchen Umständen elektromagnetische Strahlung gefährlich sein kann. Den Abschluss bildete eine kreative Aktivität, bei der die Schüler*innen UV-Perlen zu Armbändern oder Anhängern verarbeiteten – ein bleibendes Erinnerungsstück an ein erfolgreiches und praxisnahes Projekt.
Das Projekt wurde durch die Kleinprojektförderung des NaWi-Netzwerks ermöglicht und verband fachliches Lernen mit Neugier, Eigenaktivität und nachhaltigem Lernerfolg.
CO2 und Luftgütemessungen am Tag der offenen Tür
Im Rahmen des Tags der offenen Tür am BRG14 führten Schüler:innen mit der Schwerpunktsetzung „Forschendes Lernen“ ein Projekt zur Bestimmung der Luftgüte mit CO2-Messgeräten durch. Dabei wurde untersucht, wie verschiedene Faktoren die CO2-Konzentration der Luft beeinflussen.
Die 12- bis 13-jährigen Schüler:innen arbeiteten in Kleingruppen an unterschiedlichen Fragestellungen – etwa, wie körperliche Aktivität im Turnsaal, die Anzahl der Personen im Raum oder das Lüftungsverhalten die CO2-Konzentration (in ppm) verändern. Die Messreihen wurden selbstständig mit CO2-Messgeräten durchgeführt, die durch das NaWi-Netzwerk-Wien finanziert wurden. Anschließend wurden die Daten gemeinsam ausgewertet und Schlussfolgerungen gezogen.
Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass vor allem regelmäßiges und gezieltes Lüften entscheidend zur Verbesserung der Luftqualität beiträgt. In Räumen mit hoher Personenzahl oder körperlicher Aktivität stieg die CO2-Konzentration besonders schnell an.
Als zusätzlicher Anreiz für gutes Lüftungsverhaltens gestalteten die Schüler:innen eigene „Luftgüte-Sticker“. Im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs durften Besucher:innen am Tag der offenen Tür für das Stickerdesign abstimmen. Das Gewinner-Sticker wird im kommenden Schuljahr als Abzeichen für Klassen mit besonders gutem Lüftungsverhalten vergeben.
Das Projekt wird somit nächstes Schuljahr am BRG14 mit den über das NaWi-Netzwerk-Wien finanzierten Messgeräten und Stickern fortgesetzt. Dabei sollen die bisherigen Ergebnisse vertieft und mit weiteren Klassen weiterentwickelt werden.
Trinkwasseranalyse als spannendes Schulprojekt
Im Rahmen eines Projekts an der F21 (AHS Franklinstraße 21) führten Schüler:innen eine umfassende Untersuchung zur Qualität von Trinkwasser durch. Dabei kamen professionelle Wassertestkits von Macherey-Nagel zum Einsatz, die uns das IMST-NaWi-Netzwerk Wien gesponsort hat – ein entscheidender Beitrag, der dieses Projekt in seiner Tiefe und Qualität überhaupt erst möglich machte.
Die Schüler:innen analysierten und verglichen Wasserproben aus der Leitung des Schul-Altbaus, -Neubaus und der Warmwasserleitung. Besonders spannend war die Analyse des Warmwassers, da es in einem stark gefärbten orangeton aus der Leitung kommt.
Das Ziel des Projekts ist es den Schüler:innen zentrale Aspekte der Trinkwasserqualität näherzubringen. Sie sollen wichtige chemische Parameter wie Nitrat oder Phosphat kennenlernen und den fachgerechten Umgang mit Wasserproben aus der Leitung sowie aus natürlichen Gewässern erlernen. Darüber hinaus wird der sichere und präzise Umgang mit chemischen Apparaturen wie Filtern oder Absaugnutschen eingeübt. Durch die eigenständige Durchführung von chemischen Analysen wird Sorgfalt und Genauigkeit gefördert.
Das Projekt verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung und vermittelt so wichtige Kompetenzen im Bereich Umwelt, Chemie und wissenschaftliches Arbeiten. Dank der hochwertigen Testsets war es den Schüler:innen möglich, präzise und realitätsnahe Ergebnisse zu erarbeiten. Ein herzliches Dankeschön an die Sponsoren – durch ihre Unterstützung konnten die Jugendlichen Naturwissenschaft hautnah erleben und wichtige Erkenntnisse für den Alltag und die Zukunft gewinnen.
Lötprojekt in der Mittelschule In der Krim
Im Rahmen des technischen Werkunterrichts haben wir mit den Schülerinnen und Schülern der 3. Klassen ein praktisches Technikprojekt durchgeführt, bei dem die Kinder erste Erfahrungen mit dem Löten sammeln konnten. Ziel war es, den Kindern auf anschauliche Weise Grundkenntnisse im Umgang mit elektronischen Bauteilen und dem Lötkolben zu vermitteln.
Zu Beginn lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man Lötstellen richtig ausführt und worauf man achten muss, um elektronische Bauteile nicht zu beschädigen.
Nach der Theorie ging es an die Praxis. Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt eine Platine und elektronische Bauteile. Mit etwas Übung und Unterstützung gelang es allen, ihre Werkstücke erfolgreich zu vollenden. Besonders spannend war es, das eigene Werk in Betrieb zu nehmen – wenn die LEDs wie geplant blinkten, war die Freude groß!
Einige Schüler berichten:
Lena (12): „Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas selber bauen kann. Jetzt interessiert mich die Technik viel mehr.“
Arad (14): „Am Anfang war ich etwas nervös, wegen des heißen Lötkolbens, aber dann hat es richtig Spaß gemacht. Ich will jetzt noch mehr solche Sachen machen!“
Sali (13): „Es war cool zu sehen, wie aus vielen kleinen Teilen etwas entsteht. Ich fand es toll, dass wir etwas Eigenes mit nach Hause nehmen konnten.“
Das Projekt Löten war für alle Schülerinnen und Schüler eine ganz neue Erfahrung, bei der sie nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Geduld und Konzentration üben konnten.
Nachhaltige Ernährung und Tofuherstellung an den Hertha Firnberg Schulen
Um den Schüler*innen der 5 Wiener Mittelschulen mit MINT-Schwerpunkt (MS Josef-EnsleinPlatz; Praxismittelschule der PH Wien, GTEMS Anton-Sattler-Gasse, NTS4 Schäffergasse, WMS Kauergasse) einen aktiven Zugang zur nachhaltigen Ernährung zu ermöglichen, besuchten sie an 5 verschiedenen Nachmittagen im April/Mai 2025 die Betriebsküche der Hertha Firnberg Schulen, um gemeinsam zu diskutieren, über die eigene Ernährung zu reflektieren und selbst aus Sojabohnen Tofu herzustellen.
Kopfhörer - Rundumerneuerung
Die Schülerinnen des Bio-WPF (AHS Theodor Kramer) erneuerten die Kopfhörer ihrer Bibliotheks-PCs. Das ist nicht nur kostengünstiger als ein Neukauf, sondern auch ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
Über viele Jahr leisten uns die Over-Ear Kopfhörer nun schon gute Dienste, akustisch funktionieren sie immer noch einwandfrei. Allerdings begannen die Kopfhörer-Polster sich aufzulösen und bröselten ab, was uns alle stört.
Nach Bestellung der Ersatzkopfhörer-Polster gingen wir an die Arbeit. Ohne Anleitung wird vorsichtig probiert und unterstützt, schnell stellt sich für die Schülerinnen heraus: Es geht leicht, ich kann das selbst reparieren!
Pionierprojekt Schulhühner: Stromversorgung
Das Projekt Schulhühner am ERG Donaustadt gibt es seit dem Schuljahr 2021/22. In den ersten beiden Jahren wurden die Schüler*innen mit der Spezies Haushuhn und seinen Ansprüchen vertraut gemacht und Spenden gesammelt. Im Sommersemester 2022/23 haben wir - gemeinsam mit Eltern und Schüler*innen - das Hühnergehege gebaut. Unsere ersten vier Schulhühnern zogen im Oktober 2023 ein.
Von Montag bis Freitag wurden die Hühner täglich von 3er-Teams versorgt und betreut. An langen Wochenenden und in den Ferien zogen die Hühner entweder temporär mit ihrem Mobilstall aus oder werden vor Ort im Schulgarten täglich von einer Familie besucht und versorgt. Geschützt waren die Hühner durch eine Voliere und einen Elektrozaun, der durch ein kleines Solarzaungerät betrieben wurde. Anfang Jänner 2024 fiel die die kleine PV-Anlage unbemerkt aus und alle Hühner wurden von einem Marder getötet. Auf der Suche nach einer sicheren Verbringung kamen wir schließlich zu der Meinung, dass ein Netzstromanschluss und ein entsprechendes Zaungerät unumgänglich sind.
Obwohl sich mehrere Eltern angeboten haben, die Installationsarbeiten vorzunehmen, wurde deutlich, dass aus Haftungsgründen eine Firma mit der Installation des Netzstromanschlusses beauftragt werden musste.-Die Kosten von rd. 1500 EUR konnten durch eine Lösung, bei der die Schüler*innen unserer UVÜ Schulhühner mithelfen konnten, niedrig gehalten. Schüler*innen und Eltern gruben schließlich eigenhändig eine Künette, in die das Erdkabel verlegt werden kann. Dafür trafen wir uns an einem Donnerstag Nachmittag (25. 4.) und einem Samstag vormittag (27. 4.) im Schulgarten. In insgesamt 36 Werkstunden wurde die Künette fertiggestellt.
Das Erdkabel wurde vom NaWi Netzwerk Wien gefördert, wofür wir uns herzlich bedanken. Bald werden nun neue Schulhühner einziehen können und ein nicht nur schönes, sondern auch sicheres Leben in unserem Schulgarten in Donaustadt verbringen können.
(Mag. Astrid Drapela, ERG Donaustadt)
Lötprojekt am Wiedner Gymnasium
In einem spannenden Lötprojekt haben die Schülerinnen und Schüler der 7. Schulstufe die Grundlagen des Lötens erlernt und ihre kreativen Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Mit Begeisterung und Eifer haben sie gelernt, wie man sicher mit einem Lötkolben umgeht und elektronische Bauteile richtig miteinander verbindet. Das Multimeter wurde dabei sehr häufig als Durchgangsprüfer eingesetzt
Die Schülerinnen und Schüler waren mit Feuereifer dabei und konnten ihre eigenen kleinen elektronischen Projekte realisieren. Verschieden farbige LED-Lichter wurden in einem „HOT WIRE“ Spiel in einfachen Schaltkreisen eingesetzt.
Durch das Lötprojekt konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten verbessern, sondern auch ein tieferes Verständnis für Technik und Elektronik entwickeln. Die Durchführung hat in einer offenen Lernphase stattgefunden, bei der die SchülerInnen auch selbstorganisiert mit viel Enthusiasmus und Energie an ihren Projekten gearbeitet haben.
Sonnenenergie für iPads
Mehmet Ates, Lehrer in der 2c (MINT-Klasse) der MS Schäffergasse, berichtet über sein Projekt:
Am Anfang des Jahres haben sich die Schüler*innen darüber beklagt, dass wir zu wenige Steckdosen in der Klasse haben, um die iPads für den Schultag (verschränkte Ganztagesschule) aufladen zu können. Daraufhin habe ich von den Schüler*innen Lösungsvorschläge gesammelt, um mehr Lademöglichkeiten (mit einem Umweltschutzgedanken) in der Klasse zu schaffen. Die SuS haben sich nach einer Recherche auf kleine Campingsolarzellen geeinigt, die wir an den Fenstern anbringen. Die SuS konnten über Gestaltung und Planung frei entscheiden.
In 3 Gruppen haben die SuS selbst Ideen und Konstruktionen entwickelt, um die Solarzellen an den Fenstern anbringen zu können. Manche haben sich für eine Holzkonstruktion entschieden, manche waren da minimalistisch angeregt. Die Materialien wurden durch Lehrpersonal angeschafft. Die SuS haben auch in der Durchführung freie Hand gehabt.
Die SuS waren gemeinsam mit der Lehrkraft im Werksaal und haben ihre Konstruktionen gebaut und aufgestellt. Die Lehrkraft hat so wenig wie möglich eingegriffen. Bei Sonnenschein können die SuS ihre iPads nun kostengünstig mit umweltfreundlicher Energie versorgen. Laut Angaben der SuS haben wir bis jetzt 15 mal Ipads voll aufgeladen.
Physik – Escape Room
Im Rahmen eines Universitätsprojektes an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik haben 5 Studierende auf den Wunsch der MS-Lehrerin Julia Heuer (MS Reisgasse) einen Escape Room zu den Themen Optik und Elektrik erstellt. Im Laufe seiner Entstehung wuchs der Escape Room immer weiter und weiter und entwickelte sich von einem Kleinprojekt, das einmal durchgeführt werden sollte, zu einem großen Materialkoffer, der bereits in mehreren Klassen und Schulen verwendet wurde.
Dank der Förderung des IMST-NaWi-Netzwerk konnten die benötigten Materialien, wie UV-Taschenlampen, ein elektronisch verschließbarer Koffer als „Zeitkapsel“ und eine Plasmakugel besorgt werden. Besonders die Plasmakugel und die mit UV-Stift versteckten Botschaften haben in den Klassen bisher die größte Begeisterung ausgelöst.
Sowohl von den Lehrpersonen als auch den Schüler*innen kam immer äußerst positives Feedback zurück, ebenso wurden Verbesserungsmöglichkeiten des Escape Rooms rückgemeldet. In der nächsten Phase wird der Escape Room auf Basis der Erfahrungen und Rückmeldungen erweitert und verbessert und soll schließlich so gestaltet werden, dass er als offene Bildungsressource veröffentlicht werden kann. Außerdem fließt die Arbeit an dem Escape Room bereits in die wissenschaftliche Forschung ein und er soll auch in Zukunft als Modellprojekt für weitere Forschungen dienen.
Bau eines Solargrills / Solarofens
Im Schuljahr 2022/23 wurde von der 4b des Gymnasiums Parhamerplatz unter Anleitung von Mag. Eren Simsek und Mag. Andrea Pfeiffer ein Solarofen gebaut. Das Projekt hat dazu gedient, die Schüler:innen für die Themen Upcycling und Solarenergie zu begeistern und sie ihnen näher zu bringen.
Die Schüler:innen waren vom Projekt begeistert. Es setzte alle ins Staunen, wie stark die Sonnenenergie gebündelt werden konnte. Insofern stieg ihre Zuversicht und Begeisterung in Bezug auf erneuerbare Energien. Zudem konnten sie ihr Wissen – wie beispielsweise den Brennpunkt ausfindig machen – in der Praxis anwenden.
Mehr Bilder sind auf der Homepage des Parhamergymnasiums abrufbar: https://parhamer.at/solargrill-projekt
Fußtritt-Klavier
Im Rahmen des Physik- und Informatikunterrichts baute die 6b der AHS Maria Regina ein Fußtritt-Klavier (Projektidee: Nicolette Doblhoff). Vieles musste dabei neu gelernt werden: Welche elektronische Schaltung muss ich bauen? Wie kann man „Klaviertasten“ bauen, die so groß sind, dass man draufsteigen kann? Wie verbinde ich den „Arduino“ mit der elektronischen Schaltung? Wie gebe ich die Befehle für die Steuerung des Lautsprechers ein? Diese und viele weitere Fragen mussten wir klären – aber es ist gelungen!
Eine der größten Herausforderungen war die elektronische Schaltung und Verkabelung des Arduino mit der Schaltung und den Fußtritttasten. Um den „Arduino“ programmieren zu können, mussten wir erst einmal einen Gedankensprung zur „Mathematik der Musik“ machen, um die Frequenzen der Töne zu ermitteln. Anschließend ging es im EDV-Unterricht um das Programmieren, so dass bei jedem Tastendruck der richtige Ton erzeugt wird. Die letzte Herausforderung war das Anschließen der „Fußtritt-Klaviertasten“, welche davor von der Klasse 7A im Physikunterricht aus „Lasagne-Behältern“ und Schaumgummistreifen gebastelt worden waren. Je mehr Tasten (und somit Töne) es wurden, desto schwieriger wurde es, die Kabel richtig zuzuordnen. Sorgfältiges Arbeiten wurde nötig, aber es machte dafür auch immer mehr Spaß, mit den schon vorhandenen Tönen herum zu experimentieren.
Es war ein interessantes Projekt, bei dem die Schönheit der Musik mit Mathematik, Physik und Informatik verschmolzen ist. Und gerade deswegen hat es so viel Spaß gemacht.
Nachhaltige Staudenpflanzung
Bei diesem durch das NaWi-Netzwerk Wien geförderte Projekt wurden rund 80 winterharte, mehrjährige und vielfach heimische Stauden im Schulgarten des BRG 19 Krottenbachstraße gepflanzt. Diese sind besonders nachhaltig, da sie den Garten aufgrund ihrer Langlebigkeit für viele Jahre beleben. Stauden bieten ein wertvolles Gestaltungselement im Garten. Gut geplante Staudenpflanzungen bestehen aus einer vielfältigen Mischung blühender Pflanzen. Sie bieten Nahrung und Unterschlupf für zahlreiche Insekten welche wichtige Nützlinge im Garten sind. Da Stauden als mehrjährige, winterharte Pflanzen über einen sehr langen Zeitraum am entsprechenden Standort erhalten bleiben, wird die Beobachtung der bepflanzten Fläche unter anderem auch im Hinblick auf Blütenbesucher und das Wachstum der Pflanzen in Abhängigkeit der Standortbedingungen (Lichtverhältnisse, Wasser, Nährstoffe, Mikroklima) für die SchülerInnen möglich. Im Zuge des Schlüsselqualifikationsmoduls „Ökologisches Garten- und Grünraummanagement“ wurden auch die gärtnerischen Pflegemaßnahmen (Gießen, Düngen, Bodenlockerung und Bodenverbesserung) von SchülerInnen, unter Anleitung des Lehrers, selbst durchgeführt. Die Pflege sowie die Beobachtung der gestalteten Fläche ermöglicht neben der Thematisierung im Wahlmodul auch eine Einbindung in den regulären naturwissenschaftlichen Unterricht. Dies eröffnet die Option auch weitere Gruppen bzw. Klassen in dieses Projekt einzubinden und damit möglichst vielen Jugendlichen eine Teilnahme anzubieten.
Chemie in der Küche
Schüler*innen der Oberstufe (GRG 4 Wiedner Gymnasium) haben im Wahlmodul „Experimentielle Chemie“ rund um das Thema einen Stationenbetrieb für jüngere SchülerInnen der vierten Klasse zusammengestellt und diese auch in den Klassen betreut.
Bubble Tea, Zuckerwatte, gebratene Marshmallows und Popcorn wurden hier nicht nur hergestellt und verkostet, sondern auch die Theorie dahinter besprochen. Dazu haben die Schüler*innen auch Informationstexte verfasst.
Die Verwendung des Rotkraut-Indikators wurde hier in einer Bastelei durchgeführt: In der Vorbereitung wurde Filterpapier mit der lilafarbenen Lösung getränkt und dann mit Essig, Zitronensäurelösung und Geschirrspülmittellösung chromatografisch umgefärbt. Daraus wurden dann mit Pfeifenputzern Schmetterlinge geformt.
Auch am Tag der offenen Tür wurde das Projekt mit großer Freude und Enthusiasmus präsentiert
Bau einer Ionenfalle und eines Interferometers
Eine Projektgruppe, bestehend aus Schüler*innen des Wahlpflichtfachs Informatik und der Physikolympiade des GRG 11 Geringergasse, hat sich ein hohes Ziel gesteckt: Gemeinsam wollten sie Versuche bzw. Simulationen zur modernen Physik nachbauen. Unterstützt durch Vorlagen, die am CERN entwickelt wurden, gestalteten die Schüler*innen gemeinsam mit Prof. Karin Galle eine Simulation eines Linearbeschleunigers sowie ein Interferometer.
Eine Gruppe von Schülerinnen hat sich mit dem Aufbau des Linearbeschleunigers beschäftigt: Hier mussten auf einem lagen Plexiglasrohr Halterungen und Kupferbänder montiert werden, die danach verkabelt wurden. Um den Aufbau korrekt umzusetzen waren mehrere Ansätze notwendig. Die Schülerinnen haben dafür sogar eine zusätzliche Zeit in der Schule verbracht.
Die Herausforderung des Interferometers lag vor allem in einem geeigneten Aufbau. Schülerinnen und Schüler der 11. Schulstufe, die im Rahmen des regulären Physikunterrichts den Versuch von Michelson und Morley kennen gelernt haben, konnten das theoretisch Gelernte direkt „hands-on“ umzusetzen. Es war schön, diesen „Aha-Effekt“ zu erleben.
Eine Ionenfalle soll in naher Zukunft noch hinzukommen.
Bepflanzung unserer Baumscheibe
Immer mehr Bezirksteile in Wien („Grätzln“) werden durch Projekte verschönert, bei denen die Anwohner*innen selbst aktiv werden. Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung (https://www.gbstern.at/) ruft in diesem Zusammenhang neben vielen anderen Initiativen dazu auf, Baumscheiben (also das Erdreich rund um im öffentlichen Raum stehende Bäume) zu bepflanzen. Auch vor unserer Schule, dem BRG 14 Linzerstraße, gibt es so eine Baumscheibe, die lange Zeit ein recht tristes Dasein gefristet hat: Abfälle, Hundekot und harter Erdboden machten es der Flora nicht leicht sich durchzusetzen. Durch ein vom IMST-NaWi-Netzwerk Wien gefördertes Kleinprojekt war es unserer Schule nun möglich, diese Baumscheibe mit einer Begrenzung zu versehen und sie zu bepflanzen. Die Klasse 2f unter Anleitung von Prof. Julia Wurmthaler hat dazu im Werkunterricht eine sonnengelbe Begrenzung gebaut und gemeinsam mit Lehrer*innen aus dem Klassenteam hitzeresistente Pflanzen ausgewählt und gepflanzt. Für den Sommer wurde ein Gießplan erarbeitet, nach dem die Schüler*innen abwechselnd in den Sommerferien die Bewässerung übernehmen. Nun erstrahlt die Baumscheibe in neuem Glanz und bildet einen wunderschönen Eingang für unser Schulgelände.
Wir danken dem IMST-NaWi-Netzwerk für die finanzielle Unterstützung, der Gebietsbetreuung Stadterneuerung für die rasche Genehmigung, der Gärtnerei Krepela für die erstklassige Beratung sowie der MA 48 für das Sponsoring von Erde und Kompost.